Informationen zu den Tagungsteilnehmern


Marion Ackermann ist Direktorin des Kunstmuseum Stuttgart.
Ackermann hat in Kassel, Göttingen, Wien und München Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte studiert und über die autobiografischen und theoretischen Texte von Wassily Kandinsky promoviert. Sie lehrte in München an der Kunstakademie und an der Fachhochschule für Fotodesign, sowie in Augsburg an der Universität. Von 1995 bis 2003 arbeitete sie am Münchner Lenbachhaus und kuratierte dort unter anderem Ausstellungen zu Paula Modersohn-Becker, Rosemarie Trockel und Katharina Grosse sowie die Reihe "Dialoge zur Zeichnung". Im Kunstmuseum Stuttgart kuratierte sie unter anderem "Angekommen. Die Sammlung im eigenen Haus" (2005), "Leuchtende Bauten: Architektur der Nacht" (2006) und "Piktogramme - Die Einsamkeit der Zeichen" (2006).


Uli Aigner ist Künstlerin.
Aigner studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und an der Filmakademie Baden-Württemberg. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien und war von 2002-2004 Gastprofessorin an der Akademie der Bildenden Künste München. Zu ihren wichtigsten Präsentationen gehörte die Einzelausstellung "Uli Aigner. Keimzelle des Staates. Zeichnung und Installation" im Lentos Kunstmuseum Linz (2004/05).


Leonie Baumann ist Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine.
Von 1985 bis 1991 war sie Beauftragte für Kunst am Bau beim Kulturwerk Berlin und Geschäftsführerin des Berliner Kulturrats. Baumann ist Vorsitzende des Kunstbeirats der Internationalen Frauenuniversität Hannover, Vorsitzende des Beirats zur Vergabe der Landesmittel an niedersächsische Kunstvereine und Mitglied im Deutschen Werkbund. Zusätzlich ist sie Geschäftsführerin der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst Berlin und arbeitet als Jurorin, Dozentin, Autorin und Kunstvermittlerin.


Stephan Berg ist Direktor des Kunstmuseums in Bonn.
Berg studierte Germanistik, Anglistik und Geschichte in Tübingen, Berlin und Freiburg und promovierte 1989 in Germanistik. Von 1990 bis 2000 war er Leiter des Kunstvereins Freiburg, von 2001 bis 2008 Direktor des Kunstvereins Hannover. Als Publizist war Berg unter anderem tätig für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und für Magazine wie Kunstforum International oder Artist, ab 2004 lehrte er als Honorarprofessor an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Berg ist außerdem Mitglied in verschiedenen Vorständen und Kommissionen, so z.B. bei der Stiftung Kunstfonds Bonn, bei der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel und bei der Kunstkommission Niedersachsen.


Beatrice von Bismarck ist Professorin für Kunstgeschichte und Bildwissenschaften an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.
Von 1989 bis 1993 war sie Kuratorin am Städelschen Kunstinstitut und in der Städtischen Galerie Frankfurt/Main, wo sie Projekte von z.B. Richard Long, Bruce Nauman, Dan Flavin und Jürgen Partenheimer betreute. Von 1993 bis 1999 arbeitete von Bismarck an der Universität Lüneburg, wo sie zusammen mit Diethelm Stoller und Ulf Wuggenig den "Kunstraum der Universität Lüneburg" gründete (mit Ausstellungsprojekten von u.a. Andrea Fraser/Helmut Draxler, Thomas Locher/Peter Zimmermann, Renée Green, Christian Philipp Müller und Hans-Peter Feldmann).


Anne-Marie Bonnet ist Professorin für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte am Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn.
Bonnet studierte Anglistik und Germanistik in Aix-en-Provence und Heidelberg und promovierte über die Entstehung profaner Bilder zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Ab 1981 arbeitete sie am kunstgeschichtlichen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München und habilitierte 1993 über den Akt bei Dürer. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Kunst und Körper von der Neuzeit bis heute, Kunst und Kultur der Moderne und Gegenwart sowie Museologie, Selbstreflexion des Faches, Fotografie und Neue Medien. Neben zahlreichen fachbezogenen Veröffentlichungen ist Bonnet Herausgeberin der Kunsthistorischen Arbeitsblätter.


Armin Chodzinski ist Künstler.
Chodzinski studierte Kunst in Braunschweig, arbeitete mehrere Jahre in Management und Beratung und promovierte 2006 an der Universität Kassel in Anthropogeographie. Seit über 10 Jahren setzt er sich aus unterschiedlichen Perspektiven (als Künstler, Manager, Unternehmer, Berater und als Dozent) mit dem Verhältnis von Kunst und Ökonomie auseinander und nimmt an internationalen Ausstellungen teil.


Stephan Dillemuth ist Künstler und Professor für Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste München.
Dillemuth studierte an den Kunstakademien in München und Düsseldorf und betrieb 1990 bis 1994 zusammen mit Josef Strau den Projektraum Friesenwall 120 in Köln. 2003 war er Teilnehmer der ersten Prague Biennale, 2007 präsentierte er die Ausstellung "Erfolg" in der Galerie Christian Nagel in Köln.


Harald Falckenberg ist Unternehmer und Kunstsammler.
Falckenberg hat in wenigen Jahren eine außergewöhnliche Kollektion von über 1.600 Arbeiten zeitgenössischer Kunst zusammen getragen (darunter Werkgruppen von Martin Kippenberger, Jonathan Meese, John Bock, Thomas Hirschhorn und den Wiener Aktionisten). Die US-Zeitschrift Artnews zählt seine Sammlung zu den "200 Besten der Welt". Falckenberg ist darüber hinaus Vorstandsvorsitzender des Hamburger Kunstvereins und Publizist (2002 erschien sein Essay-Band "Ziviler Ungehorsam"). Seit 2001 befindet sich die Sammlung Falckenberg in den ehemaligen Fabrikhallen der Harburger Phoenix-Werke und ist der Öffentlichkeit nach Voranmeldung zugänglich.


Bernd Fesel ist kulturpolitischer Berater und Galerist.
Fesel studierte 1983 bis 1990 Volkswirtschaft und Philosophie in Heidelberg und Bonn. 1995 wurde er Mitglied der Arbeitsgruppe Standortanalyse des Bundesverbandes Deutscher Galerien, von 1997 bis 2003 war er dessen Geschäftsführer. Von 2000 bis 2004 war er Sprecher des Kunstrates und von 2003 bis 2005 Vorsitzender des Fachausschusses Steuern im Deutschen Kulturrat. Seit 2005 ist Fesel Generalsekretär des Europäischen Galerienverbandes in Brüssel, der europaweit ca. 2.000 Galerien vertritt. Darüber hinaus ist Bernd Fesel Dozent und Autor verschiedener Beiträge zum Themenkreis Kunst, Recht, Wirtschaft sowie Mit-Herausgeber der Dokumentenreihe "Strategien im Kunstmarkt".


Stefan Koldehoff ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk in Köln.
Koldehoff studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Politikwissenschaft und war als freier Journalist für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die taz, die Süddeutsche Zeitung und den WDR tätig. Von 1998 bis 2001 war er Redakteur und zuletzt stellvertretender Chefredakteur des Kunstmagazins Art.


Holger Kube Ventura ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kulturstiftung des Bundes.
Kube Ventura studierte Kunst, Kunstgeschichte und Anglistik in Kassel, Manchester und Konstanz und promovierte mit der Studie "Politische Kunst Begriffe - in den 1990er Jahren". Von 1996 bis 2000 war er Kurator im Vorstand des Kasseler Kunstvereins und von 2001 bis 2003 Direktor der Werkleitz Gesellschaft - Zentrum für künstlerische Bildmedien Sachsen-Anhalt.


Catrin Lorch ist Kunstkritikerin.
Nach Redaktionsvolontariaten in Frankfurt, in den USA und in Bonn studierte Lorch Kunstgeschichte, Journalismus, Städtebau und Germanistik und war anschließend als Kuratorin und Direktorin der Videonale (Bonn) tätig. Lorch schreibt für Magazine wie Frieze, kunstbulletin, Metropolis M, springerin und für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2007 erhielt sie den Preis für Kunstkritik der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine.


Dirk Luckow ist Direktor der Kunsthalle zu Kiel.
Luckow promovierte an der Freien Universität Berlin im Fach Kunstgeschichte. Danach arbeitete er u.a. an der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf), am Solomon R. Guggenheim Museum (New York), am Württembergischen Kunstverein (Stuttgart) und als Projektleiter für bildende Kunst beim Siemens Arts Program (München). Seit 2007 ist er Mitglied des Künstlerischen Beirats der Temporären Kunsthalle Berlin, die im Herbst 2008 am Berliner Schlossplatz eröffnet. Unter seiner Leitung wird die Sammlung der Kieler Kunsthalle unter dem Titel "SEE history" jährlich neu konzipiert, was als "Kieler Modell" rezipiert wird. Luckow schrieb u.a. über Richard Artschwager, Cecilia Edefalk, Hans-Peter Feldmann und Jörg Immendorff, darüber hinaus ist er Autor von "Joseph Beuys und die amerikanische Anti Form-Kunst" (1998) und Herausgeber von "Peking, Shanghai, Shenzhen: Städte des 21. Jahrhunderts" (2000).


Olaf Nicolai ist Künstler.
Nicolai studierte Germanistik und promovierte über die Spannung zwischen Expression und Kalkül in der Poetik der Wiener Gruppe. Nicolai stellte unter anderem auf der documenta X (1997) und auf den Venedig Biennalen 49 und 51 (2001 und 2005) aus, er erhielt mehrere Stipendien (z.B. Villa Massimo, 1998) und 2002 den Kunstpreis "Junge Stadt sieht Junge Kunst" der Stadt Wolfsburg.


Stephan Opitz ist Referent in der Abteilung für Kultur und Medien der Staatskanzlei Kiel.
Opitz studierte Germanistik, Skandinavistik, Geschichte, Philosophie und Musikwissenschaft an der Universität Freiburg und promovierte 1976 in Germanischer Sprachwissenschaft. Von 1981 bis 1987 war er Leiter der Volkshochschule in Schwäbisch Gmünd/Württ, von 1987 bis 1999 Direktor und Geschäftsführer der Nordkolleg Rendsburg GmbH. Opitz lehrt seit 1990 Kulturmanagement an Hochschulen in Hamburg, Oslo und Kiel und hat dazu zahlreiche Bücher und Aufsätze sowie Literaturkritiken und Übersetzungen verfasst. Opitz ist unter anderem Mitglied der Deutschen Schillergesellschaft, der Deutschen Thomas Mann Gesellschaft und der Kulturpolitischen Gesellschaft. In der Kieler Staatskanzlei ist er zuständig für den Bereich kulturelle Grundsatzangelegenheiten.


Willi Otremba ist Künstler.
Otremba studierte Visuelle Kommunikation an der Fachhochschule Dortmund. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtet er dort im Fachbereich Design Experimentelles Gestalten und Gestaltungslehre. Otremba ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund und im Internationalen Künstler Gremium sowie Vorstandsvorsitzender des Künstlerhauses Dortmund. Als Künstler erhielt Otremba mehrere Auszeichnungen (z.B. den Kunstpreis Münsterland, den Tetra Pak-Förderpreis in Berlin, den Karl Ernst Osthaus-Förderpreis der Stadt Hagen und den Kunstpreis Multiple Skulpturen in Witten).


Cay Sophie Rabinowitz ist Kuratorin und Publizistin.
Zusammen mit Annette Schönholzer und Marc Spiegler hatte Cay Sophie Rabinowitz zum 1. Januar 2008 die Direktion der Kunstmessen Art Basel und Art Basel Miami Beach übernommen. Rabinowitz studierte Literaturwissenschaft und kuratierte von 1996 bis 2003 verschiedene Ausstellungen in Museen und Galerien. Seit 1996 ist sie Contributing Editor für Art Papers und hat zahlreiche Katalogtexte und Magazinbeiträge für führende internationale Kunstzeitschriften sowie für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Financial Times geschrieben. Seit 1999 leitet sie die amerikanische Redaktion von Parkett und ist Professorin an der Parsons New School for Design in New York.


Stephan Schmidt-Wulffen ist Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien.
Nach einem Studium der Theoretischen Sprachwissenschaft, Philosophie und Germanistik an den Universitäten in Köln und Konstanz studierte Schmidt-Wulffen Kommunikationsdesign in Wuppertal und promovierte 1987. Von 1982 bis 1992 arbeitete er als freier Journalist und Kunstkritiker, von 1992 bis 2000 war er Direktor des Kunstvereins Hamburg. Von 1995 bis 2002 war Schmidt-Wulffen Professor an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, 2000/2001 hatte er eine Gastprofessur für Visual Arts an der Columbia University New York.


Tino Sehgal ist Künstler.
Sehgal studierte Choreographie und Volkswirtschaftslehre in Berlin und Essen und hat an zahlreichen Ausstellungsprojekten teilgenommen, z.B. im Kölner Museum Ludwig (2002), zur 50. Biennale in Venedig (2003), im Londoner Institute for Contemporary Art (2005), zur 4. berlin biennale (2006) sowie im Frankfurter Museum für Moderne Kunst (2007). Zusammen mit Thomas Scheibitz gestaltete er für die 51. Biennale in Venedig (2005) den deutschen Pavillon. 2007 wurde er für den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst nominiert.


Andreas Siekmann ist Künstler.
Siekmann beschäftigt sich in seinen Kunstprojekten oft mit der Ökonomisierung und Privatisierung des öffentlichen Stadtraumes. Er hat an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen, so z.B. an der documenta 11 (2002), der documenta 12 (2007) und an den Skulptur.Projekten in Münster (2007). Zusammen mit Alice Creischer kuratierte Siekmann auch einige Ausstellungen, wie z.B. "Violence is the Margin of All Things" (Generali Foundation, Wien, 2002) und veröffentlichte zahlreiche Artikel zur Ökonomie des Betriebssystems Kunst.


Klaus Staeck ist Präsident der Akademie der Künste Berlin.
Staeck studierte Jura in Heidelberg, Hamburg und Berlin und gründete 1965 den Produzentenverlag Edition Tangente (heute: Edition Staeck). Bekannt wurde Staeck zu Beginn der siebziger Jahre durch seine satirische Auseinandersetzung mit der Politik. Seine Werke wurden in über 3000 Ausstellungen national und international präsentiert und mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. Staeck arbeitete unter anderem mit Joseph Beuys zusammen und ist Mitbegründer der Art Cologne. Seit 2004 ist er Mitglied des Kultursenats des Landes Sachsen-Anhalt.


Adam Szymczyk ist Kurator der 5. berlin biennale und Leiter der Basler Kunsthalle.
Szymczyk begann 1989 ein Kunstgeschichtsstudium an der Universität Warschau und nahm 1995/96 am "Curatorial Training Programme" von De Appel Stichting in Amsterdam teil. 1997 war Szymczyk einer der Gründungsdirektoren der Foksal Gallery Foundation in Warschau, die 2000 zum ersten Mal an der Art Basel/Liste teilnahm. Gemeinsam mit Andrzej Przywara und Joanna Mytkowska realisierte er zahlreiche internationale Projekte, publiziert diverse Artikel über zeitgenössische Künstler und ist Mitglied des Beirats des Museum für moderne Kunst in Warschau.


Hortensia Völckers ist Künstlerische Direktorin und Vorstand der Kulturstiftung des Bundes.
Von 1977 bis 1981 studierte Völckers Kunstgeschichte und Politologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1989 bis 1991 arbeitete sie als Referentin für Bildende Kunst beim Siemens Arts Program und in den Jahren 1989 bis 1995 war sie für Konzeption und Organisation der Münchner Tanzbiennale "Dance" verantwortlich. Als Co-Kuratorin fungierte Völckers 1995/1996 auch für PHASE 1-2 Bildende Künstler im Theater Am Turm, Frankfurt. Von 1995 bis 1997 war sie Mitglied des Leitungsteams der documenta X in Kassel, danach von 1997 bis 2002 Co-Direktorin der Wiener Festwochen.


Jürgen Vorrath ist Galerist.
Jürgen Vorrath ist Geschäftsführer der Produzentengalerie Hamburg und Vorstandsmitglied des Kunstvereins in Hamburg.


Regina Wyrwoll ist Generalsekretärin der Kunststiftung NRW.
Wyrwoll studierte Kunstgeschichte, Französische Literatur und Archäologie an den Universitäten Köln und Hamburg. 1972 bis 1976 war sie Assistentin von Peter von Zahn, dem ersten Korrespondenten für deutschen Funk und Fernsehen in den USA nach dem Zweiten Weltkrieg. Anschließend arbeitete sie als freie Publizistin u.a. für ARD und ZDF, für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und für das Magazin Art. 1989 bis 1991 war sie Chefredakteurin der Kunstzeitschrift Kunst Intern und von 1993 bis 2001 Leiterin des Bereichs Medien im Goethe-Institut Inter Nationes in München.